Diese Seite bietet einen Überblick über die von KCE entwickelten Tools, die Ihnen zur Unterstützung dienen.
Neu : Reform der belgischen Krankenhauslandschaft |
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Verschreibung von Statinen zur Primärprävention
Diese Website zur gemeinsamen Entscheidungshilfe soll Allgemeinmedizinern wissenschaftlich fundierte Unterstützung bei der Diskussion über die Verschreibung (oder Nicht-Verschreibung) von Statinen in der Primärprävention anbieten.
Die Entscheidung erfolgt am besten in Absprache mit dem Patienten (der Patientin). Daher sind die Texte dieser Website in allgemein verständlicher Sprache geschrieben.
Es wird ein Vorgehen in zwei Etappen empfohlen :
- die Evaluierung des Herz-Kreislauf-Risikos des Patienten (der Patienten) mit dem belgischen SCORE (BEL) oder dem europäischen SCORE (ESC.
- • Der dadurch erhaltene Wert wird anschließend automatisch in einen Algorithmus eingegeben, der das Herz-Kreislauf-Risiko des Patienten (der Patientin) mit und ohne Verabreichung von Statinen vergleicht. Dieser Algorithmus basiert auf den Daten des KCE 306 HTA.
Las Ergebnis kann im pdf-Format gespeichert und in die medizinische Akte integriert oder ausgedruckt und dem Patienten (der Patientin) überreicht werden.
Die Website ist in Französisch, Niederländisch und Deutsch verfügbar.
Früherkennung, Überwachung und Behandlung von sexuell übertragbaren Infektionen (STI)
Dieses interaktive Tool (https://sti.kce.be/de/) dient Hausärzten zur Orientierung bei Konsultationen zur sexuellen Gesundheit.
Sie können:
• Schritt für Schritt vorgehen, vom ersten Gespräch bis zur Verlaufskontrolle nach der Behandlung und der Verständigung der Angehörigen
• sofort zu dem Bereich gehen, der Sie interessiert, indem Sie auf die Registerkarte Ihrer Wahl klicken.
Dieses Tool basiert auf den Empfehlungen der Leitlinien zur Diagnose und Behandlung von Gonorrhöe und Syphilis (KCE – 2019) und Chlamydien-Infektionen (Arbeitsgruppe zur Entwicklung von Leitlinien für den Hausarzt – 2019 (EN)).
Tests zur Diagnose von HIV und Hepatitis A, B und C werden ebenfalls erläutert. Die Website ist in Französisch, Niederländisch und Deutsch verfügbar.
Pflegepfad bei Rückenschmerzen und radikulären Schmerzen
Dieser interaktive Pflegepfad (https://lowbackpain.kce.be/) basiert auf den Leitlinien des KCE der guten klinischen Praxis bei Rückenschmerzen und radikulären Schmerzen (2017). Er bietet die Möglichkeit, die Behandlung von Rücken- oder radikulären Schmerzen nach Dauer und Berufsdisziplin zu organisieren.
Dieses Tool wurde in enger Zusammenarbeit mit der Spine Society of Belgium und Vertretern von Hausärzten, Kinesiotherapeuten und anderen Praktikern manueller Techniken (Osteopathen und Chiropraktikern), Fachärzten für physikalische Medizin und Rehabilitation, Orthopäden, Neurochirurgen, Anästhesisten/Algologen (Schmerzkliniken) und Psychologen sowie, in Bezug auf arbeitsbezogene Aspekte, Ergotherapeuten und Ergonomen, Arbeitsärzten und Vertrauensärzten der Krankenkassen entwickelt.
Eine kurze Erläuterung zur Funktionsweise dieses interaktiven Pfads enthält dieses Video (FR / NL). Die Website ist in Französisch, Niederländisch und Englisch verfügbar.
Präoperative Routineuntersuchungen für geplante nicht-herzchirurgische Eingriffe (nur auf Französisch und Niederländisch)
Diese Smartphone-App (https://preop.kce.be/de/ ) dient dazu, je nach Gesundheitszustand und dem Schweregrad des geplanten Eingriffs zu bestimmen, ob und, falls ja, welche präoperativen Untersuchungen vor einem Elektiveingriff durchzuführen sind.
Dieses Tool wurde auf der Grundlage der Leitilinien des KCE zur guten klinischen Praxis (EN) entwickelt, die zum gleichen Thema mit Fachkräften vor Ort und Patientenvereinigungen erstellt wurden. Es steht im App Store (iOS), bei Google Play (Android) oder unter https://preop.kce.be/de/
Die App ist in Französisch und Niederländisch verfügbar.
Ein Algorithmus im pdf-Format kann zudem mit den gleichen Empfehlungen hier (156.5 KB) "pdf" heruntergeladen werden.
Entscheidungshilfetool bei Anforderung eines PSA-Tests zur Krebsfrüherkennung
Diese Broschüre zur Entscheidungshilfe (nur auf Französisch (1.84 MB) "pdf"und Niederländisch (1.86 MB) "pdf") soll Ärzten die Vor- und Nachteile von PSA-Tests zur Krebsfrüherkennung erläutern. Betroffenen soll damit die Möglichkeit angeboten werden, ihre Entscheidung unter Berücksichtigung ihrer persönlichen Überzeugungen zu treffen.
Sie umfasst zwei Teile :
• Informationen für den Arzt (die Ärztin): aktueller Sachstand zu den (positiven wie negativen) Auswirkungen des PSA-Tests;
• das Tool an sich, das für die Konsultation bestimmt ist: Zu jeder Nachricht befinden sich rechts die dem Patienten (der Patientin) zu zeigenden Diagramme und links die jeweiligen Erläuterungen für den Arzt (die Ärztin)
Es werden folgende Fragen behandelt:
• Welches sind die häufigsten Todesursachen bei Männern zwischen 55 und 69 Jahren? • Was passiert innerhalb von 15 Jahren nach dem ersten Screening? • Welches sind die kurzfristigen Folgen der Vorsorgeuntersuchung? • Welches sind die mittel- und langfristigen Folgeerkrankungen mit und ohne Screening?
Die Zahlenangaben in den Diagrammen dieser Broschüre basieren auf belgischen Daten. Sie ermöglichen es, die Ergebnisse der ERSPC-Studie auf die Merkmale der männlichen Bevölkerung in Belgien zu extrapolieren.
Die Broschüre (in Französisch oder Niederländisch) ist kostenlos erhältlich durch Anfrage an info@kce.fgov.be ; sie steht außerdem zum Download bereit auf der Website des KCE (in Französisch oder Niederländisch) .
Brustkrebsfrüherkennung: Botschaften für eine informierte Entscheidung
Das KCE entwickelte eine Reihe neutraler Botschaften für Frauen mit „normalem“ Risiko (und folglich nicht für Frauen sogenannter „Brustkrebsfamilien“. Besonderes Augenmerk gilt der Klarheit der Botschaften, die für alle verständlich sein sollen. Dieses Lehrmaterial richtet sich an alle, die in diesem Bereich tätig sind, und kann zusammen mit den betroffenen Frauen verwendet oder in schriftliche Unterlagen eingefügt werden. Es ist in Französisch und Niederländisch verfügbar.
• Dokument für 40- bis 49-jährige Frauen (in Französisch (844.1 KB) "pdf" oder Niederländisch (861.74 KB) "pdf")
• Dokument für 50- bis 59-jährige Frauen (in Französisch (849.65 KB) "pdf" oder Niederländisch (867.88 KB) "pdf")
• Dokument für 60- bis 69-jährige Frauen (in Französisch (857.47 KB) "pdf" oder Niederländisch (874.9 KB) "pdf")
• Dokument für 70- bis 79-jährige Frauen (in Französisch (861.92 KB) "pdf"oder Niederländisch (879.16 KB) "pdf")
Reform der belgischen Krankenhauslandschaft: Simulationsinstrument
Auf Ersuchen der Interministeriellen Konferenz (IMC) für öffentliche Gesundheit gab eine Expertengruppe Ende 2025 eine Stellungnahme (NL / FR) zur Reform der belgischen Krankenhauslandschaft ab.
Ausgehend von der Gesundheitsversorgung und der Erreichbarkeit schlagen die Experten eine Krankenhauslandschaft mit klar definierten Rollen für vier Arten von Einrichtungen vor. Für jede Art wurden Kriterien vorgeschlagen, die auf der Anzahl der für die Akutversorgung vorgesehenen Betten, der Gesamtzahl der Betten, der jährlichen Geburtenzahl und der geografischen Erreichbarkeit basieren.
Zur Unterstützung dieser Arbeit hat das KCE ein Online-Simulationstool entwickelt. Es bildet die aktuelle Gesundheitsversorgung und Erreichbarkeit von Krankenhäusern ab und simuliert, wie sich diese Landschaft während des Übergangs zum Vier-Typen-Modell entwickeln würde. Neben der Gesundheitsversorgung spielt auch die Erreichbarkeit eines Standorts eine entscheidende Rolle, insbesondere in weniger dicht besiedelten Regionen. Anhand realistischer Verkehrsdaten berechnet das Tool die durchschnittliche Fahrzeit mit dem Auto für Personen, die ein regionales Allgemeinkrankenhaus aufsuchen.
Das Simulations-Tool kann dabei helfen, eine Reihe von Szenarien objektiv zu prüfen, wie beispielsweise Fusionen, die Umnutzung von Krankenhausstandorten, die Verlagerung oder Schließung bestimmter Gesundheitsdienste (z. B. Notfalldienste oder Geburtshilfe) usw. Durch regelmäßige Aktualisierungen des Tools möchte das KCE sicherstellen, dass es – auch unabhängig von seinen Empfehlungen – Entscheidungsträger und den Krankenhaussektor weiterhin bei Entscheidungen über Reformen unterstützt.