Studie 2019-12 (HSR) Behandlung des postseptischen Syndroms - PSS

Laufende Studie - Dieses Syndrom, das bei einem hohen Anteil der Patienten beobachtet wird, die einen längeren Zeitraum auf der Intensivstation verbracht haben, zeichnet sich aus durch körperliche, kognitive und psychische Störungen, die unabhängig von der ursprünglichen Erkrankung auftreten. Das PSS kann zu Schwierigkeiten bei der Bewältigung des Alltags, bei der Wiederaufnahme der Arbeit und zu einer Erwerbsunfähigkeit führen. Zu den Risikofaktoren bei der Intensivbehandlung zählen unter anderem eine länger andauernde künstliche Beatmung, künstliches Koma, länger andauernde Bettlägerigkeit, fehlender Kontakt zu Angehörigen und Unterbrechung des Schlaf-Wach-Rhythmus.

Im ersten, präventiven Teil dieser Studie werden Strategien vorgeschlagen, mit denen die Häufigkeit des Auftretens des PSS bei Erwachsenen verringert werden soll. Darin wird anhand der wissenschaftlichen Literatur die Wirksamkeit der gängigen Interventionen sowie die aktuelle Situation der belgischen Intensivpflege beschrieben; es wird analysiert , welche förderlichen und hinderlichen Faktoren auf organisatorischer Ebene bei der Umsetzung dieser Strategien auftreten können.
Der zweite Teil beschreibt, wie Allgemeinmediziner und Krankenhausfachpersonal dabei unterstützt werden können, diese Patienten zu erkennen, sie zu informieren und sie gegebenenfalls an eine geeignete Versorgung weiterzuverweisen. Die Studie evaluiert die Effizienz der Diagnoseinstrumente und der Behandlungsmodelle für die mit dem PSS verbundenen Probleme und bezieht darüber hinaus die Perspektive der Patienten mit ein.

Published on: 
2020/05/08