Auswahlverfahren

Die Auswahl eines Subunternehmens erfolgt im Allgemeinen in zwei Etappen.

Erste Etappe: Erstellung einer Shortlist aus drei Bewerber(inne)n

Die Jury beurteilt anhand der Erfahrung und des Bekanntheitsgrads der Bewerber(innen) ihre Fähigkeit, das Thema zu behandeln. Diese erste Auswahl erfolgt anhand der folgenden Informationen, die im Antrag auf Teilnahme anzugeben sind:

  • der wissenschaftliche Ruf des Teams;
  • sein Fachwissen auf dem betreffenden Gebiet;
  • die multidisziplinäre Zusammensetzung und das Fachwissen der Personen, die speziell an dem Projekt arbeiten werden;
  • die Fähigkeit zur Vernetzung;
  • der Umsatz, der in den letzten drei Geschäftsjahren auf dem betreffenden Forschungsgebiet erzielt wurde.

Die Jury wählt maximal drei Bewerber(innen) aus, denen dann ein Lastenheft mit dem Forschungsthema und der bei der Arbeit durch Subunternehmen anzuwendenden Methodik übermittelt wird.

Die drei ausgewählten Bewerber(innen) werden dann aufgefordert, in der Regel innerhalb einer Frist von mindestens vier Wochen ein Angebot einzureichen.

Zweite Etappe: Zuschlag

Das Lastenheft umfasst einen administrativen Teil (den „contrat de recherche type“) und einen technischen Teil, der aus einem vorläufigen Projektbogen besteht. 

Dieser vorläufige Projektbogen:

  • erläutert die zu beantwortenden Fragen;
  • vermittelt einen Überblick über die zu dem Themenbereich veröffentlichten Arbeiten;
  • empfiehlt eine Forschungsmethodik und ein Studiendesign;
  • umfasst eine Schätzung des Zeit- und Ressourcenaufwands, der erforderlich ist, um die Ergebnisse innerhalb des Zeitrahmens zu erzielen. 

Das Angebot der ausgewählten Bewerber(innen) muss mit dem vorläufigen Projektbogen übereinstimmen, es spezifizieren, vervollständigen und gegebenenfalls um Varianten erweitern. Es soll der Jury ermöglichen zu verstehen, welche konkrete Herangehensweise der (die) Bewerber(in) für das Thema wählt. 

Nach Prüfung der Bewerbungen durch die Jury kann das KCE gegebenenfalls mit den Bewerber(innen) verhandeln, um bestimmte Punkte zu klären und einen endgültigen Projektbogen zu erstellen. Dieser Projektbogen dient als Grundlage für den Vertrag, der mit dem (der) Bewerber(in) abgeschlossen wird, der (die) das interessanteste Angebot anhand der folgenden Kriterien vorgelegt hat:

  • Relevanz der Umsetzung der vorgeschlagenen Methodik;
  • Verbesserungsvorschläge am vorläufigen Projektbogen;
  • Preis;
  • Verfügbarkeit und Fachwissen der tatsächlich am Projekt arbeitenden Forscher(innen).
Published on: 
2017/07/10